Archive for the ‘Arbeit’ category

Aufgabenplanung mit Personal Kanban

September 16th, 2016

Die Webseite PersonalKanban stellt eine einfache Methode zur Planung (und Vereinfachung) von Aufgabenabläufen vor. Die Methode ist charmant und dürfte denjenigen helfen, die versuchen, ihre Aufgabenliste intelligent zu managen. Hier ist ein Einführungsvideo dazu:

Wer eine andere Quelle dazu lesen möchte – der Lifehacker berichtet auch über PersonalKanban.

Ich kann das Konzept schon näherungsweise mit ToDoList umsetzen, das (was für ein Zufall) in der nächsten Version 7.1 auch mit einer Kanban-Ansicht daherkommen wird.

Ein paar Tipps zur Motivation

July 27th, 2012

Motivation ist wichtig für so Vieles im Leben, für kleine und für große Dinge. Oft wartet man auf den großen Kick, und wenn es ernst wird, denkt man vielleicht sogar, man müsste sein Leben umkrempeln. Das scheint das Gegenteil von einem Erfolgsrezept zu sein – unter anderem deshalb, weil man damit viel zu hohe Ansprüche an sich stellt, die leicht scheitern können und dann zu weniger statt mehr Motivation führen.

Besser ist es, in kleinen Schritten voranzugehen, und auch nicht zu viele gute Vorsätze auf einmal zu beschließen. Am besten nimmt man sich nur eine klar umgrenzte Sache vor, und geht dann Stück für Stück zu weiteren Aufgaben über. Die wichtigste “Tugend” dabei ist Gewohnheit, sozusagen eine positive Routine. Wer sich angewöhnt hat, die Dinge zu rechtzeitig anzugehen, muss sich keine Gedanken machen und keine große Kraft aufwenden, um sie in letzter Minute zu erledigen. Die richtigen Gewohnheiten führen besser und leichter zum Ziel, als wenn man sich dem Stress aussetzen muss, Schwierigkeiten kurz vor Schluss zu lösen. Und auch hier kann man klein anfangen und sich dann allmählich größere Ziele setzen, bspw. zunächst mit dem Bettenmachen jeden Morgen anfangen, um irgendwann dann mal klar Schiff auf dem Schreibtisch zu erreichen.

Für die Meisten von uns ist außerdem ein großes Hindernis die Ablenkung. Sei es, dass wir uns vom Internet oder vom Fernseher nicht losreißen können, oder dass wir ans Essen denken und ähnliche “Ersatzhandlungen”. Eines der wirksamsten Mittel zur Motivation ist es, solche “Problemsituationen” zu vermeiden. Und wer sich grad wieder in einer solchen Situation ertappt (wie zum Beispiel beim Lesen dieses Artikels), der sagt sich schlicht, aber entschieden: “Los, krieg deinen Hintern hoch.”

Ein weiterer gut bewährter Tipp ist es, sozusagen Buch zu führen. Wenn man protokolliert, was man geschafft hat, so führt das zu zwei für die Motivation wichtigen Dingen: es verschafft Übersicht, und es gibt ein gutes, beruhigendes Gefühl. Beunruhigende Gedanken sind einer der größten Motivationskiller. Es ist also eine kluge Strategie, ihnen möglichst wenig Nahrung zu geben.

Übrigens: Tipps wie diese findet man in der heute schier unendlich scheinenden Motivationsliteratur. Wirklich bemerkenswert aber ist, dass schon die Philosophen der Antike – Aristoteles, Epikur, Cicero und Seneca – diese entscheidende Rolle von guter Gewohnheit, schrittweisem Vorgehen und ausgeglichener Psyche betont haben.

Sachen schaffen trotz Internet – Tipps gegen Internetsucht

September 15th, 2011

Das Internet schlägt viele von uns in seinen Bann. Dies ist eine Tatsache – unabhängig von der Diskussion über Sinn oder Unsinn des Internet an sich, denn in Schule, Ausbildung und Beruf, aber auch im Privaten zur Erledigung von Formalitäten, für Information und Kommunikation, kommt man kaum, und in Zukunft immer weniger, um das Internet herum.

Was aber, wenn man zu sehr hineingezogen wird, wenn man nicht mehr ausschalten kann, wenn aus ein paar Minuten, um mal eben etwas zu erledigen, ein paar Stunden werden? Wenn man sich fragen muss, ob man der Onlinesucht erlegen ist? Gibt es unüberwindliches Verlangen, durchs Internet zu streifen, und vernachlässigt man dabei andere Dinge, die wichtig sind? Der Psychologe Rolf Merkle hat einen Online-Test erstellt, mit dem man anhand von 20 Fragen eine erste grobe Einschätzung erhält, wie süchtig man ist. Vermutlich wird man aber schon selbst zu der Erkenntnis gelangt sein, wenn zu oft Dinge unerledigt bleiben, wenn zu viele Stunden verloren gingen, wenn man die Flut aus dem Netz nicht recht eindämmen kann.

Wer davon überwältigt ist und wieder ein Stück seiner produktiven Zeit zurückgewinnen will, kann möglicherweise mit der richtigen Motivation Einiges erreichen. Dafür hier 4 Tipps, die helfen, Sachen zu schaffen:


Tipp 1
– die 15-Minuten-Regel:
– Man sucht sich eine Aufgabe von seiner Liste der unerledigten Dinge.
– Man setzt sich eine feste Zeit, in der man konzentriert an dieser Aufgabe arbeitet – z.B. 15 Minuten.
– Man arbeitet konzentriert an der Sache.
– Nach Ablauf der Zeit macht man eine kurze Pause.
Resultat: Man schafft Schritt für Schritt zu erledigende Dinge, und mit jedem Schritt bekommt man ein gutes Gefühl – im direkten Gegensatz zu 15 Minuten verlorener Zeit durch zielloses Internetsurfen.

Tipp 2 – Konkrete Aktionen und Ziele statt Aufgaben formulieren
– Wer eine lange To-Do-Liste hat, verliert leicht das Ziel aus den Augen.
– Es ist sehr hilfreich, konkrete Ziele und Resultate zu formulieren: “Ich werde heute Abend die Steuererklärung gemacht haben”, “ich werde Montag den Artikel einreichen” usw.
– Nicht alle Aufgaben lassen sich so motivationspsychologisch umschreiben, insbesondere Detailschritte zur Erreichung eines größeren Ziels nicht. Dann formuliert man Aufgaben, aber möglichst mit dem betreffenden Verb, das die auszuführende Aktion beschreibt: “Update installieren”, “Gebühr überweisen”, usw.

Tipp 3 – Ziele visualisieren
– Ein Klassiker der Motivationstechnik: stellen Sie sich vor, Sie haben die Aufgabe erledigt. Wer angestrebte Ziele visualisiert, erhält einen guten Motivationskick, mit der Sache anzufangen, und bei der Sache zu bleiben.

Tipp 4 – Ziele in Frageform formulieren
– Eine psychologische Studie hat herausgefunden, dass Probanden, die ihre Ziele in Frageform formulierten, insgesamt mehr von dem erledigten, was sie sich vorgenommen hatten. “Werde ich heute Abend den Antrag fertighaben?”, “Werde ich heute die beiden lästigen Telefonate führen?”
– Ein wenig scheint dieser Tipp den Ausführungen in Tipp 4 zu widersprechen. Ich bin mir nicht sicher, was bessere Resultate produziert. Wer Interesse hat, kann Tipp 4 ja mal ausprobieren.

Und schließlich noch eine Binsenweisheit – was ja nicht immer das Schlechteste ist: einfach mal rausgehen, den Computer und das Handy auslassen oder ignorieren, Kino, Treffen mit Freunden, Zeit mit der Familie, Sport oder was immer ansteht, genießen – und die Akkus werden wieder ein Stück aufgeladen.

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Motivation: Den Spaß in einer Aufgabe sehen

June 15th, 2011

Die Dinge, die uns schwer fallen oder die durch eine gewisse Hartnäckigkeit und Zähigkeit Überdruss erzeugen, gehen nicht leicht von der Hand. Und doch muss man sie irgendwie erledigen. Wenn man es schafft, ihnen einen übergeordneten intrinsischen Wert zuzuordnen, wäre schon viel gewonnen. Manchmal ist das vielleicht ein bisschen viel verlangt. Aber möglicherweise geht es eine Nummer kleiner – indem man herausfindet, was bei der Bewältigung dieser Aufgabe Spaß machen könnte. Spaß bei der Arbeit – das sollte man sich weder von der eigenen inneren Stimme noch von einem Anderen verbieten lassen. Und es ist ein altes Rezept – mit ein bisschen Zucker schmeckt die Medizin besser:

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Schlafmangel macht uninteressant

January 6th, 2011

Die Journalistin und Bloggerin Arianna Huffington ist eine vielbeschäftigte Frau. Sie zählt zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der amerikanischen Medienwelt. Nachdem sie jedoch vor zwei Jahren einen Schwächeanfall wegen Erschöpfung erlitt, betont sie die Bedeutung einer ausreichenden Schlafmenge. Bei der TED-Women-Konferenz hielt sie kürzlich einen Vortrag mit dem Titel “Wie man erfolgreich wird? Mehr schlafen” (“How to succeed? Get more sleep“).

Sehr schön ist eine Anekdote, die sie erzählt: In unserer Kultur gilt der Verzicht auf Schlaf als Symbol für Entschlossenheit und Zähigkeit. Bei einem Dinner prahlte ihr gegenüber ein Mann damit, dass er in der Nacht zuvor nur 4 Stunden geschlaffen hatte. Darauf dachte sie für sich: “Hättest du 5 Stunden geschlafen, wäre dieses Dinner viel interessanter gewesen.” [via]

Was macht einen guten Chef aus?

September 2nd, 2010

Der Organisationspsychologe Robert Sutton von der Stanford University stellt in seinem Blog eine Liste von 10 Kennzeichen, die einen guten Chef ausmachen, zur Diskussion. Die Liste bezieht sich auf das Verhältnis der Chefs zu ihren Mitarbeitern. Aber wie in der Diskussion der Liste treffend bemerkt wird, sind nur gute Chefs auch ökonomisch effektive Chefs. Dem kann ich aus meiner Praxiserfahrung nur zustimmen. Da wo der Respekt für den Menschen im Mitarbeiter fehlt, sind die unternehmerischen Prozesse ineffektiv! Es ist eben nicht nur aus menschlicher, sondern auch aus ökonomischer Sicht Gift, wenn es am respektvollen Umgang mit Mitarbeitern mangelt.

Aus Suttons Liste, den Vorschlägen in den Kommentaren, und meinen eigenen Erfahrungen, habe ich diese Liste von 11 Kennzeichen, die einen guten Chef ausmachen, erstellt.

Ein guter Chef oder eine gute Chefin:

1. Hört wirklich zu, ohne vorzutäuschen.

2. Gibt dir die Anerkennung, die du verdient hast – oder sogar mehr.

3. Gibt dir Rückendeckung.

4. Vermeidet es, dich in Verlegenheit zu bringen, und entschuldigt sich, wenn er dich verletzt hat.

5. Setzt sich für deinen Erfolg und deine Weiterbildung ein.

6. Ist ehrlich, aber respektvoll, bezüglich deiner Schwächen und Fehler.

7. Bei Fehlern schafft er Voraussetzungen, um sie zu überwinden.

8. Respektiert dich als Person, und nicht nur für deine Arbeit.

9. Sucht auch das persönliche Gespräch, selbst wenn es nur für eine knappe Minute ist.

10. Sagt “Danke” und “Wie geht’s”

11. Gibt konstruktives Feedback.

Zum selben Thema hier im Blog: Wenn der Chef ein Arschloch ist …