Archive for the ‘Körper’ category

Schlafmangel macht uninteressant

January 6th, 2011

Die Journalistin und Bloggerin Arianna Huffington ist eine vielbeschäftigte Frau. Sie zählt zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der amerikanischen Medienwelt. Nachdem sie jedoch vor zwei Jahren einen Schwächeanfall wegen Erschöpfung erlitt, betont sie die Bedeutung einer ausreichenden Schlafmenge. Bei der TED-Women-Konferenz hielt sie kürzlich einen Vortrag mit dem Titel “Wie man erfolgreich wird? Mehr schlafen” (“How to succeed? Get more sleep“).

Sehr schön ist eine Anekdote, die sie erzählt: In unserer Kultur gilt der Verzicht auf Schlaf als Symbol für Entschlossenheit und Zähigkeit. Bei einem Dinner prahlte ihr gegenüber ein Mann damit, dass er in der Nacht zuvor nur 4 Stunden geschlaffen hatte. Darauf dachte sie für sich: “Hättest du 5 Stunden geschlafen, wäre dieses Dinner viel interessanter gewesen.” [via]

Medizinische Informationen im Internet – Beispiel Mayo Klinik

June 18th, 2010

Eine der großartigen Leistungen des Internet ist es, Informationen über gesundheitliche Aspekte allgemein verfügbar zu machen. Das ist eine große Hilfe, bei kleinen Zipperlein wie auch bei schwereren Erkrankungen, wenn man nicht immer den Arzt konsultieren kann und das dringende Bedürfnisse verspürt, besser informiert zu sein.
Allerdings kennt man auch die Warnungen über unseriöse medizinische Informationen im Internet, die zweifellos ihre Berrechtigung haben. Deshalb ist es notwendig, sorgfältig zu recherchieren und die Information abzuwägen.

Um so erfreulicher ist es, wenn anerkannte medizinische Institutionen im Internet umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung stellen, wie es beispielsweise die Mayo Clinic in den USA tut. Bei der Suche nach den überprüften Wirkungen eines Nahrungsergänzungsmittels bin ich nämlich auf deren Datenbank zu Arzneimitteln und Ergänzungsmitteln gestoßen – auf Englisch Drugs and Supplements, die mir prompt die Antwort auf meine Frage lieferte.

Achtsamkeit im Alltag und in therapeutischen Verfahren

June 9th, 2010

Im vorigen Beitrag habe ich die achtsamkeitsbasierende Meditation erwähnt, die unter anderem durch Jon Kabat-Zinn prominent wurde, der sie nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten rekonstruiert hat. Achtsamkeit wird in psychologischen und medizinischen Studien als hilfreiche Ergänzung klassischer Heilverfahren beschrieben. Einen allgemeinverständlichen Überblick findet man beispielsweise bei Gehirn & Geist, einer Zeitschrift, die sicher nicht dem Esoterikverdacht unterliegt. 2006 erschien dort ein Artikel zur Achtsamkeitmethode in therapeutischen Verfahren: “Achtsamkeit – Willkommen im Jetzt!

Einen ersten Eindruck zur Achtsamkeitsmethode kann man in einem YouTube-Video gewinnen, das einen Vortrag von Jon Kabat-Zinn beim Suchmaschinenunternehmen Google zeigt. Der ganze Vortrag dauert etwas über eine Stunde. Nach den Einführungen kommt Kabat-Zinn ca. ab Minute 20 zum Kern der Sache – bei Bedarf also einfach dahinspringen. Eine deutsche Transkription des Videos findet sich hier.


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Einen sehr guten Einstieg in achtsamkeitsbasierende Verfahren bietet das Buch “Stress bewältigen mit Achtsamkeit” von Linda Lehrhaupt, die das Institut für Achtsamkeit und Stressbewältigung leitet. Eine allgemeine Orientierung und Hintergünde zum Thema finden sich in einem Buch, das Daniel Golemann herausgegeben hat: Die heilende Kraft der Gefühle: Gespräche mit dem Dalai Lama über Achtsamkeit, Emotion und Gesundheit. Es enthält Dialoge des Dalai Lama mit westlichen Wissenschaften über die Rolle von Emotionen und Achtsamkeit als Heilmittel.

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Interessante Links vom 30.4.2010

April 30th, 2010

Es gibt kein natürliches Aphrodisiakum: What are the best natural aphrodisiacs?

Richtig Küssen

July 10th, 2007

Der Kuss ist ein besonderes Zeichen der Vertrautheit und Zuneigung, aber auch ein wirkungsvolles erotisches Mittel. Dass Küssen gesund ist, liest man immer wieder. Nicht weniger vertraut aber dürfte Jedem der verabscheute Kuss sein: zu nass, zu schlapp, von der Tante oder einem aufdringlichen Unsympathen.
Küssen kann jeder, aber man kann seine Fähigkeiten in dieser Disziplin auch verbessern. Es gibt Einiges was man über das Küssen wissen sollte: Beispielsweise dass Männer geschminkte Lippen unter Umständen anziehend finden (wenn es nicht obskure Braun-, Rosa-, Lila- oder Schwarztöne sind), aber 63 % nicht gerne Lippenstift küssen.

Richtiges Küssen kann man lernen, zum Beispiel mit dieser Fotodokumentation oder in dieser großartigen Videoanleitung.

Eine hormonelle Wirkung des Küssens ist die Ausschüttung des Hormons Oxitozin (oder Oxytocin), das leicht euphorisierend und beruhigend wirkt und soziale Beziehungen stabilisiert. Deshalb wird es auch “Treuehormon” genannt. Es soll sich auch positiv auf Immunsystem und Wohlbefinden auswirken.

Mehr übers Küssen findet man in Der Kuß. Eine kleine Kulturgeschichte von Alain Montandon, erschienen bei Wagenbach.