Archive for the ‘Links’ category

Seneca: “Vom glückseligen Leben” als Hörbuch

August 9th, 2010


Bei Librivox gibt es Senecas Büchlein “Vom glückseligen Leben” als kostenloses Hörbuch. Es kann direkt auf der Seite angehört, in drei Abschnitten (hier) oder komplett (hier) heruntergeladen werden. Die Gesamtspieldauer beträgt 2 Stunden, 34 Minuten. Die Vorlesestimme ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

Seneca war ein Stoiker. Die Stoiker repräsentierten eine der einflussreichsten Philosophenschulen des alten Griechenlands und Roms. Glück ist für sie das wichtigste Ziel des Lebens. Allerdings muss man sich dazu von Illusionen und Irrtümern befreien, die die Seele beunruhigen und letztlich zu einem ungesunden Lebensstil führen. Senecas Ausführungen sind deshalb heute noch von großem Wert, wenn auch Vernunft und Selbstkontrolle ein wenig zu stark betont werden. Aber auch mit einer gelasseneren, heiteren Einstellung aus heutiger Sicht sind viele der von Seneca genannten Fallstricke und Empfehlungen für ein ruhigeres Seelenleben noch genauso gültig wie vor zweitausend Jahren.

.

. .

Das Faszinierende der Genüsse: Psychologischer Essentialismus gegen den Fatalismus der Evolutionären Psychologie

June 30th, 2010

Paul Bloom, Professor für Psychologie an der Yale University, hat mit “How Pleasure Works” ein interessantes Buch über die edlen und weniger noblen Ursprünge menschlicher Freuden geschrieben. Die Rezensenten des Buches (eine Auswahl auf der Webseite des Autors) zeigen sich begeistert, zumal Bloom offenbar interessante neue Perspektiven auf psychologische Phänomene aufweist. Insbesondere in den USA, aber auch bei uns in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen hat die Evolutionäre Psychologie viele Interpretationen der letzten Jahre geprägt. Bloom wendet stattdessen einen Psychologischen Essentialismus an, was allerdings nicht bedeutet, dass er sich damit gegen die Evolutionäre Psychologie stellt. Dies zeigt eine interessant zu lesende E-Mail-Diskussion von Bloom mit dem Psychologen Peter Kramer, die auf slate.com zu lesen ist. Sie vermittelt einen Eindruck zum Einen von den Leistungen einer Evolutionären und einer Essentialistischen Psychologie, zum anderen davon, welche Bedeutung Genüsse im Leben haben.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus der ersten E-Mail von Peter Kramer, der sich mit evolutionären Erklärungen von Depressionen nicht zufrieden gibt (mehr dazu im Verlauf dieser E-Mail-Diskussion):

I tend to get grumpy about modern psychology on two counts: It is besotted with Darwin, and it defines the social universe in terms of what is readily measured. The focus on natural selection creates a temptation to conclude that what ever it is (e.g., depression) is good, because it has survived. …
It’s easy to demonstrate that tasters prefer cheap wine when it’s presented in fancy bottles. That experiment is cited in almost every overview on the topic of choice. … But what we get wrong is easier to discuss than what we get right. How is it that, when they’re not fooled, humans can be oenophiles, discerning and enjoying subtle differences between vintages of burgundy? … Psychology is less attentive to drinks than to the containers that hold them. …
Much of your answer derives from a reasonably new movement in psychology, essentialism. That perspective takes into account the notion that humans go beyond thinking about qualities (like piquancy) to interacting with entities (like home cooking). We believe, as you put it, “that things have an underlying reality or true nature that one cannot observe directly and it is this hidden nature that really matters.”

.

Achtsam sein

March 5th, 2010

Dieses Video zur Verkehrssicherheit hat viel Aufmerksamkeit im Internet bekommen – zu recht. Es ist ohne drastische Effekte produziert und appelliert stattdessen auf der emotionalen Ebene, nämlich darauf zu achten, was wirklich wichtig ist. Deshalb passt es hier gut hin.

Milliardensummen – anschaulich dargestellt

February 19th, 2010

155 Milliarden Euro haben die Deutschen im Jahr 2009 auf die Seite gelegt, fürs Gesundheitssystem wurden 245 Milliarden Euro ausgegeben, für Hartz IV 39 Milliarden, zur Rettung der Hypo Real Estate insgesamt 58 Milliarden und in den USA wurden 212 Milliarden an privaten Spenden gesammelt. Wie soll man sich all diese Geldbeträge noch vorstellen – und wie stellen sie sich im Verhältnis zueinander dar? Bei der ZEIT gibt es eine anschauliche Grafik dazu (hier der Direktlink zur PDF), die von dem bekannten Informationsdesigner David McCandless vom Projekt informationisbeautiful.net erstellt wurde.

Goodies zur Inspiration

February 17th, 2010

Liebeslieder nerven – oder sie sind wirklich klasse. Wie der Song “Valentine” von Kina Grannis. Das Video dazu ist auch sehr sympathisch. Und das Beste ist: den Song gibt es derzeit auf der Webseite von Kina Grannis gratis. Damit fängt der Tag beschwingt an.

.

.

Seit ich das erste Mal in den USA war, fasziniert mich die Architektur von Frank Lloyd Wright. Eines seiner bekanntesten Projekte ist das Haus “Fallingwater” aus dem Jahr 1936. Es fügt sich beeindruckend in die faszinierende Landschaft ein, hebt ihre charakteristischen Eigenschaften geradezu hervor. Und dazu ist das Haus selbst wunderbar. Mit seinen Ebenen, großen Fenstern und Baumaterialien ist es richtungsweisend bis heute. Einen bemerkenswert realisitischen Eindruck davon verschafft dieser tolle Kurzfilm:

Fallingwater from Cristóbal Vila on Vimeo.

.

Hirnwinden: Ein Möbiusband zerschneiden

July 27th, 2007

Bei Spiegel Online gibt es eine Bastelanleitung für ein Möbiusband (der PDF-Link befindet sich ungefähr in der Mitte des Artikels) – soweit nichts Besonderes. Allerdings empfiehlt die Anleitung, das Band anhand der aufgedruckten gestrichelten Linien zu zerschneiden. Wie wird wohl das Ergebnis aussehen? Kann man sich das vorstellen – selbst wenn man das Ergebnis bereits gesehen hat? Viel Spaß beim Ausprobieren und schönes Wochenende!

. .