Glücklich sein

September 17th, 2010 by Björn No comments »

Dieses Video basiert auf dem wunderbaren kleinen Buch “Be Happy” von Monica Sheehan. Es enthält einfache Empfehlungen, auf welche oft eher kleinen Dinge man achten sollte, um sich besser und ausgeglichener zu fühlen. Die vorgeschlagenen Einstellungen und Aktionen sind dabei tatsächlich so etwas wie eine philosophische und psychologische Quintessenz der Darstellungen zu diesem Thema. Fürs Glück kommt es gerade weniger auf Reichtum, neue Möbel, Autos oder Fernseher an, als vielmehr auf persönliche Einstellungen, die eine freundliche, offene und soziale Zugangsweise zum Alltag und zu den Mitmenschen ermöglichen.

Das Buch lebt insbesondere durch seine Illustrationen, die die wichtigen Dinge einprägsam veranschaulichen. Daraus wurde dieses motivierende kleine Video zusammengestellt.

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Die gute Nachricht des Tages

September 12th, 2010 by Björn No comments »

Ein 90jähriger Mann erzählt (auf Englisch), wie er zwei Wochen nach der Landung der Alliierten in Frankreich 1944 eines Nachts auf seiner Trompete spielte, obwohl sein Kommandeur ihn gewarnt hatte, dass ein deutscher Scharfschütze in der Nähe sei.

Was macht einen guten Chef aus?

September 2nd, 2010 by Björn No comments »

Der Organisationspsychologe Robert Sutton von der Stanford University stellt in seinem Blog eine Liste von 10 Kennzeichen, die einen guten Chef ausmachen, zur Diskussion. Die Liste bezieht sich auf das Verhältnis der Chefs zu ihren Mitarbeitern. Aber wie in der Diskussion der Liste treffend bemerkt wird, sind nur gute Chefs auch ökonomisch effektive Chefs. Dem kann ich aus meiner Praxiserfahrung nur zustimmen. Da wo der Respekt für den Menschen im Mitarbeiter fehlt, sind die unternehmerischen Prozesse ineffektiv! Es ist eben nicht nur aus menschlicher, sondern auch aus ökonomischer Sicht Gift, wenn es am respektvollen Umgang mit Mitarbeitern mangelt.

Aus Suttons Liste, den Vorschlägen in den Kommentaren, und meinen eigenen Erfahrungen, habe ich diese Liste von 11 Kennzeichen, die einen guten Chef ausmachen, erstellt.

Ein guter Chef oder eine gute Chefin:

1. Hört wirklich zu, ohne vorzutäuschen.

2. Gibt dir die Anerkennung, die du verdient hast – oder sogar mehr.

3. Gibt dir Rückendeckung.

4. Vermeidet es, dich in Verlegenheit zu bringen, und entschuldigt sich, wenn er dich verletzt hat.

5. Setzt sich für deinen Erfolg und deine Weiterbildung ein.

6. Ist ehrlich, aber respektvoll, bezüglich deiner Schwächen und Fehler.

7. Bei Fehlern schafft er Voraussetzungen, um sie zu überwinden.

8. Respektiert dich als Person, und nicht nur für deine Arbeit.

9. Sucht auch das persönliche Gespräch, selbst wenn es nur für eine knappe Minute ist.

10. Sagt “Danke” und “Wie geht’s”

11. Gibt konstruktives Feedback.

Zum selben Thema hier im Blog: Wenn der Chef ein Arschloch ist …

Warum behandeln wir Deutsche unsere sozialen Fähigkeiten so stiefmütterlich?

August 28th, 2010 by Björn No comments »

2007 hat die UNICEF eine Studie über Kinderarmut in reichen Ländern veröffentlicht. Bemerkenswert an der Studie ist, dass nicht nur ökonomische, sondern auch Indikatoren wie Gesundheit, Bildung und Familie aufgenommen wurden. Und erstaunlich ist, dass Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt unter den 21 Großen bei der Kinderamut nur den 11. Rang einnimmt. Die Indikatoren, bei denen Deutschland in der Kinderarmutsstudie am schlechtesten abschneidet, sind “Materieller Wohlstand” und “Familie und Freunde” mit jeweils dem 13. Rang.

Warum ist in Deutschland die sozialpsychologische Dimension “Familie und Freunde” so schlecht entwickelt? Eine Einzelfrage aus der Studie liefert ein erschreckendes Bild: Der Anteil der 15jährigen, die mehrmals in der Woche Zeit mit ihren Eltern verbringen “nur um zu reden”, ist in Deutschland im Vergleich zu 25 untersuchten OECD-Nationen am geringsten!

Wir Deutschen sind nicht gut genug in den “soften” sozialen Skills, in der Fähigkeit, miteinander zu reden, uns gegenseitig Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken und unsere Kinder emotional zu stärken. Und ganz offensichtlich fehlt auch uns deutschen Erwachsenen diese sozialpsychologische Sicherheit, die die soziale Interaktion schöner und erfolgreicher macht.
Es kann – in der Politik, in der Bildung, in der Wirtschaft, in allen alltagsrelevanten Kontexten – also nicht nur darum gehen, den ökonomischen Wohlstand zu sichern und materielle Armut abzubauen, wir müssen auch mehr für das soziale, psychologische Wohlbefinden der Menschen tun. Es kann keine Rede davon sein, utopische Luftschlösser vom Kuschelparadies zu etablieren, sondern es sind die grundlegendsten sozialen, kommunikativen, psychologischen Fähigkeiten und Bedürfnisse, bei denen wir Lernbedarf haben.

Quelle: UNICEF, 2007, An overview of child well-being in rich countries. A comprehensive assessment of the lives and well-being of children and adolescents in the economically advanced nations

Seneca: “Vom glückseligen Leben” als Hörbuch

August 9th, 2010 by Björn No comments »


Bei Librivox gibt es Senecas Büchlein “Vom glückseligen Leben” als kostenloses Hörbuch. Es kann direkt auf der Seite angehört, in drei Abschnitten (hier) oder komplett (hier) heruntergeladen werden. Die Gesamtspieldauer beträgt 2 Stunden, 34 Minuten. Die Vorlesestimme ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

Seneca war ein Stoiker. Die Stoiker repräsentierten eine der einflussreichsten Philosophenschulen des alten Griechenlands und Roms. Glück ist für sie das wichtigste Ziel des Lebens. Allerdings muss man sich dazu von Illusionen und Irrtümern befreien, die die Seele beunruhigen und letztlich zu einem ungesunden Lebensstil führen. Senecas Ausführungen sind deshalb heute noch von großem Wert, wenn auch Vernunft und Selbstkontrolle ein wenig zu stark betont werden. Aber auch mit einer gelasseneren, heiteren Einstellung aus heutiger Sicht sind viele der von Seneca genannten Fallstricke und Empfehlungen für ein ruhigeres Seelenleben noch genauso gültig wie vor zweitausend Jahren.

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Liebeskummer ist ein bisschen wie Drogenentzug

August 6th, 2010 by Björn No comments »

Um Liebeskummer zu verstehen, ist die Analogie zum Drogenentzug hilfreich, wobei natürlich anzunehmen ist, dass die meisten, die Liebeskummer erlebt haben, keine nennenswerten Drogenerfahrungen haben. Es ist ja auch nur eine Analogie.
Eine im “Journal of Neuropsychology” veröffentlichte Studie hat die neuralen Systeme untersucht, die bei Liebeskummer aktiv sind. Gehirnregionen, die bei Verlusten und Gewinnen, bei starkem Verlangen und bei der Gefühlsregulierung eine Rolle spielen, werden aktiviert, wenn eine Person mit Liebeskummer ein Foto der geliebten Person betrachtet. Belohnungs- und Überlebenssysteme sind gleichermaßen bei glücklich wie unglücklich Verliebten beteiligt. Aber bei Liebeskummer befindet sich das Belohnungssystem in einem endogenen negativen Gefühlszustand. Gleichzeitig ist das Gehirn “bemüht”, Wahrnehmung und Gefühle neu zu lernen (vielleicht beruht ein Teil der Verzweiflung bei Liebeskummer ja darauf, dass dies nicht so schnell gelingen will), während es andererseits Symptome der Abhängigkeit zeigt. Die Autoren vermuten, dass einige “Bausteine” des Liebeskummers, nämlich die in den mesolimbischen Hirnregionen verwurzelten, eine Bedeutung für die Antriebsregulierung aller Säugetiere haben. Liebeskummer – und Liebe – seien nicht ein spezifisches Gefühl, sondern ein zielorientierter Gefühlszustand.
Vielleicht wird es ja einmal eine sensible Therapie für Liebeskummer geben, die dabei hilft, diese neurologischen Prozesse gut zu bewältigen und einen weniger leidvollen Zustand der Betroffenen zu erreichen.

Eine der Autorinnen der Studie, Helen Fisher, hat auf der TED-Konferenz 2008 von einigen Forschungsergebnissen berichtet. Das Video ist auf YouTube zu sehen (in Englisch).

Quellen: Fisher et al.: Reward, Addiction, and Emotion Regulation Systems Associated With Rejection in Love
Bericht in Science Daily

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