Es geht letzten Endes darum, glücklich zu sein

March 11th, 2010 by Björn No comments »

Das Thema “Glück” ist einerseits überlaufen, andererseits ist es verpönt. Dazu reicht meist schon der einfache Hinweis auf die Schwemme der Glücksratgeber. Nichstdestotrotz ist Glück das grundlegende Bedürfnis des Menschen.

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Achtsam sein

March 5th, 2010 by Björn No comments »

Dieses Video zur Verkehrssicherheit hat viel Aufmerksamkeit im Internet bekommen – zu recht. Es ist ohne drastische Effekte produziert und appelliert stattdessen auf der emotionalen Ebene, nämlich darauf zu achten, was wirklich wichtig ist. Deshalb passt es hier gut hin.

Labor Küche

March 2nd, 2010 by Björn 2 comments »

Meine Tochter (10) hat diesen Film gemacht. Die Idee kam uns, als wir die abstrus komischen Photos von “Spaghetti-Würstchen” irgendwo im Internet sahen. “Das können wir auch!” war unser gemeinsamer Gedanke, und zudem war dies eine prima Gelegenheit, die Erstellung eines Videos mit allem Drum und Dran zu zeigen – denn noch kann ich als Vater mit meinem Computerwissen glänzen. Der Abstand schmilzt allerdings in Riesenschritten 🙂 Wie man auch an diesem Ergebnis sieht. Ich finde, für ein Anfängervideo ist das schon ganz beachtlich. (Die Musik ist übrigens von Gorowski und steht im Internet unter einer Creative Commons Lizenz bereit.)

Zum Nachmachen ist dieses “Rezept” sehr geeignet – ein Gag für Kinder und erwachsene Besucher.

Gehässigkeit macht (dich) unglücklich

March 1st, 2010 by Björn No comments »

Image by paulabflat, morgueFile.com


Sarkasmus, Häme, kleine Gehässigkeiten gehen oft unbemerkt über die Lippen. Ich beobachte das auch an mir: Ein spöttisches Urteil über etwas, dass nicht so ist, wie ich es für richtig (und natürlich nach meiner Überzeugung für evident) halte, ist schnell dahingesagt. Eine Dummheit, die mir manchmal wenigstens anschließend bewusst wird. Meine Dummheit.

Gehässigkeit ist ein Gift, dass seine Wirkung oft noch über den Moment hinaus tut, in dem es angewandt wurde. Sie ist tückisch – manchmal wirkt sie schlagartig, manchmal schleichend, in jedem Fall aber ätzend wie Säure. Und darüberhinaus – oft verkannt, aber nicht zu unterschätzen – wirkt sie auch auf den zurück, der sie hervorgebracht hat.

Gehässigkeit zwingt uns in eine Angriffs- und Verteidigungsbereitschaft, die die Tendenz hat, sich zu einer Disposition zu entwickeln, die die Wahrnehmung und Reaktionsweisen immer mehr beeinflusst. Sie “wächst an und vernichtet mich” – so die buddhistische Warnung.

Gehässigkeit taucht nicht nur in dramatischen Auseinandersetzungen auf, sie ist überall in den vielen verschiedenen Kommunikationssituationen des Alltags zu finden, in kleinen und großen Dosen – in politischen Debatten, im Internet, auf Autoaufklebern, in Beziehungen usw. Häme, Sarkasmus, Zynismus, Ironie, Spott – die Übergänge sind fließend. Es ist nur ein kleiner Schritt von der befreienden Wirkung von Humor und Ironie zu nutzlosem Spott und Zynismus. Es ist wichtig, sich diese feine, aber entscheidende Grenze zu verdeutlichen. Man gewinnt Nichts durch verletztende Aussagen, aber man schadet zusätzlich der eigenen Sache. Nur der kritiklose Fan spendet billiger Häme und anderen verbalen Gehässigkeiten Applaus, der nüchterne Beobachter gewinnt einen ganz anderen Eindruck.

Mit Gehässigkeit steht man dumm da, jedenfalls für die Außenstehenden. Und sie hat desaströse Auswirkungen für die eigene Glücksbilanz. Man betritt mit ihr das rutschige, abschüssige Parkett von getrübter Wahrnehmung und Aggression. Da hilft es auch nichts, wenn man sich einredet, dass das schließlich alle machen. Eine solche Rechtfertigung ist zwar moralisch falsch, aber hier geht es gar nicht um Moral. Es geht um Glück und Kommunikation. Und da ist Gehässigkeit nicht nur nutzlos, sondern schädlich – für einen selbst und die Sache, um die es jeweils geht. Psychologische, politische und rhetorische Tricks zur Überwindung des Gegenübers waren schon immer kurzsichtig. Es liegt in ihrer Natur, dass sie nicht der Wahrheitsfindung dienen. Und es gibt nicht einen einzigen Menschen, der, wenn er damit Erfolg hatte, glücklich war. Darum ist es besser, Schopenhauers berühmte “Eristische Dialektik” – 38 rhetorische Tricks, um selbst mit der Unwahrheit Recht zu behalten – zu kennen (nämlich um nicht darauf hereinzufallen), als sie anzuwenden.

Um sich ausgeglichener (und glücklicher) zu fühlen, kann man Folgendes tun:

– Gehässigkeit, Häme, Spott und Zynismus vermeiden

– eigene Ironie und Sarkasmus beobachten: sie sind manchmal angebracht, aber nur, solange man sie überlegt und dosiert verwendet. Dauerfrotzeleien nerven und schaden – nicht zuletzt dir selbst.

– wenn es etwas gibt, dass du kritisierst, vergiss nicht, dass Kritik ohne Gehässigkeit überzeugender und wirkungsvoller ist, und dass vor allem deine eigenen Alternativen eine positive Darstellung benötigen.

– Vergifte deine Gedanken und Emotionen nicht durch Gehässigkeit


Dazu passend hier im Blog: Wie wir andere Menschen beurteilen ist ein Indikator unserer eigenen Persönlichkeit

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Interessante Links:
Research Digest Blog: At what age do children recognise the difference between sarcasm and irony?

Wünsche

February 25th, 2010 by Björn No comments »

Everyone wants stuff. We wake up everyday with a list of wishes a mile long and maybe we spend our lives trying to make those wishes come true. But just because we want them doesn’t mean we need them to be happy.” (Aus der US Fernsehserie “Pushing Daisies”)

via 52hearts

Die richtige Balance zwischen positivem und negativem Denken

February 23rd, 2010 by Björn No comments »

Glasses“An den Pessimismus gewöhnt man sich zuletzt wie an ein zu enges Sakko, das sich nicht mehr ändern lässt.” (André Gide)

Negatives Denken kann sich wie ein Schleier über alles legen, was man denkt, fühlt und erlebt. Es wirkt wie ein Filter, der die positiven Elemente abschwächt oder sogar ganz verdeckt. Darüberhinaus ist das Negative psychologisch meistens wirkungsvoller als das Positive, das schneller verblasst. Angst ist eine evolutionäre Strategie, Gefahren zu vermeiden. Sie ist ein entwicklungsgeschichtlich alter, tiefverwurzelter Mechanismus bei Tier und Mensch. Das darüber Gelernte ist sehr lange abrufbar – und wenn es abgerufen wird, so geschieht dies rasend schnell und meistens nicht kontrollierbar, sondern unbewusst.
Es ist idiotisch, wenn man sich freiwillig beim negativen Denken aufhällt, weil es lähmt und runterzieht. Motivation und Lebensfreude sind optimistisch. Sie sind der Treibstoff, der uns Aufgaben in Angriff nehmen lässt. Positives Denken hilft, Verzagtheit zu überwinden.

Der Streit um das Für und Wider von Pessimismus und Optimismus, von negativer und positiver Einstellung, ist uralt. Die Vorwürfe, die man dem Optimismus macht, sind auf den ersten Blick scharfsinnig und realistisch: Optimisten wandeln auf Wolken und verkennen die Realität. Sie gehen mit ihren Seifenblasen auf die Nerven. Im schlimmsten Fall unterlassen sie in ihrer rosaroten Ignoranz die notwendigen Vorkehrungen zur Abwendung schädlicher Entwicklungen.

Bien. Zuviel Optimismus hier, zuviel Pessismus da. Und in beiden Fällen zu wenig Realismus. In beiden Fällen Übertreibung, Irrtum, Illusion. Oder – wie es die alten Griechen nannten – Wahn. Das Ziel aber des guten Lebens – sagte schon der Philosoph Antistehenes – ist Freiheit vom Wahn. Es kommt beim positiven Denken also darauf an, sowohl pessimistische Übertreibungen als auch optimistische Illusionen zu vermeiden. Auf das richtige Maß, die richtige Balance kommt es an.

Balance ist für uns Gewohnheitstiere eine ständige Herausforderung. Allzu leicht legen wir uns auf Prinzipien fest und unsere Verhaltensweisen werden zu Gewohnheiten. Wir verlieren schnell die Fähigkeit, Gelerntes, „Abgesunkenes“ auf den Prüfstand zu stellen.

Positives Denken hat klare Vorteile. Es fühlt sich gut an, es erzeugt Freude, es verändert die Denkweise und es gibt Kraft, Pläne in die Tat umzusetzen. Realismus ist dabei nicht nur erlaubt, sondern zwingend erforderlich. Dazu gehört, dass negative Gedanken und Gefühle zugelassen werden. Denn die Realität ist so, dass negative Erfahrungen dazu gehören:
Appropriate negativity keeps us grounded, real, and honest.” (Barbara L. Fredrickson, Positivity, S. 159)

Unsere Freiheit und unsere Macht über die Dinge sind sehr begrenzt. Philosophen verstehen dies als Bedingung unserer Freiheit. Schriftsteller haben uns eindrucksvolle Beispiele dafür gegeben, wie dieser Umstand Begeisterung hervorruft – oder Niedergeschlagenheit.

Halten wir uns an das Positive.

Know that joy is rarer, more difficult, and more beautiful than sadness. Once you make this all-important discovery, you must embrace joy as a moral obligation.” (André Gide)

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