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Was macht einen guten Chef aus?

September 2nd, 2010

Der Organisationspsychologe Robert Sutton von der Stanford University stellt in seinem Blog eine Liste von 10 Kennzeichen, die einen guten Chef ausmachen, zur Diskussion. Die Liste bezieht sich auf das Verhältnis der Chefs zu ihren Mitarbeitern. Aber wie in der Diskussion der Liste treffend bemerkt wird, sind nur gute Chefs auch ökonomisch effektive Chefs. Dem kann ich aus meiner Praxiserfahrung nur zustimmen. Da wo der Respekt für den Menschen im Mitarbeiter fehlt, sind die unternehmerischen Prozesse ineffektiv! Es ist eben nicht nur aus menschlicher, sondern auch aus ökonomischer Sicht Gift, wenn es am respektvollen Umgang mit Mitarbeitern mangelt.

Aus Suttons Liste, den Vorschlägen in den Kommentaren, und meinen eigenen Erfahrungen, habe ich diese Liste von 11 Kennzeichen, die einen guten Chef ausmachen, erstellt.

Ein guter Chef oder eine gute Chefin:

1. Hört wirklich zu, ohne vorzutäuschen.

2. Gibt dir die Anerkennung, die du verdient hast – oder sogar mehr.

3. Gibt dir Rückendeckung.

4. Vermeidet es, dich in Verlegenheit zu bringen, und entschuldigt sich, wenn er dich verletzt hat.

5. Setzt sich für deinen Erfolg und deine Weiterbildung ein.

6. Ist ehrlich, aber respektvoll, bezüglich deiner Schwächen und Fehler.

7. Bei Fehlern schafft er Voraussetzungen, um sie zu überwinden.

8. Respektiert dich als Person, und nicht nur für deine Arbeit.

9. Sucht auch das persönliche Gespräch, selbst wenn es nur für eine knappe Minute ist.

10. Sagt “Danke” und “Wie geht’s”

11. Gibt konstruktives Feedback.

Zum selben Thema hier im Blog: Wenn der Chef ein Arschloch ist …

Wenn der Chef ein Arschloch ist …

July 26th, 2010

… muss man sich emotional schützen, solange man aus dem Job nicht raus kann. Der Organisationspsychologe Robert Sutton von der Stanford University empfiehlt, emotionale Distanz zu herabwürdigenden Arbeitsverhältnissen zu entwickeln, um das Selbstwertgefühl zu schützen. An sich wären unter günstigen Umständen Leidenschaft und Engagement besser – für die Arbeitsergebnisse und die eigene Befriedigung. Unter einem miesen Boss oder in einer vergifteten Arbeitsumgebung kann uns leidenschaftliches Engagement aber zur Verzweiflung oder in die Mutlosigkeit treiben. Einen Schritt zurückzutreten und Distanz zu wahren, kann davor schützen. Mehr dazu in Robert Suttons Blogpost “The Fine Art of Emotional Detachment – Why Indifference is as Important as Passion“.

Sutton ist der Autor des Buches “Der Arschloch-Faktor“, in dem er auf erfrischende Weise erklärt, dass die Bedeutung von Arschlöchern im Arbeitsleben chronisch unterschätzt wird. Sie frustrieren die Mitmenschen und schaden dem Unternehmen. Wer davon betroffen ist, sollte Suttons Anti-Arschlochstrategie ausprobieren. Und Unternehmen sollten aus ökonomischen und aus ethischen Gründen für ein positiveres Arbeitsklima sorgen und Arschlöchern Einhalt gebieten.
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Zum selben Thema hier im Blog: Was macht einen guten Chef aus?