Posts Tagged ‘Gesundheit’

Schlafmangel macht uninteressant

January 6th, 2011

Die Journalistin und Bloggerin Arianna Huffington ist eine vielbeschäftigte Frau. Sie zählt zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der amerikanischen Medienwelt. Nachdem sie jedoch vor zwei Jahren einen Schwächeanfall wegen Erschöpfung erlitt, betont sie die Bedeutung einer ausreichenden Schlafmenge. Bei der TED-Women-Konferenz hielt sie kürzlich einen Vortrag mit dem Titel “Wie man erfolgreich wird? Mehr schlafen” (“How to succeed? Get more sleep“).

Sehr schön ist eine Anekdote, die sie erzählt: In unserer Kultur gilt der Verzicht auf Schlaf als Symbol für Entschlossenheit und Zähigkeit. Bei einem Dinner prahlte ihr gegenüber ein Mann damit, dass er in der Nacht zuvor nur 4 Stunden geschlaffen hatte. Darauf dachte sie für sich: “Hättest du 5 Stunden geschlafen, wäre dieses Dinner viel interessanter gewesen.” [via]

Schön schlafen – aber wie?

December 28th, 2010

Schlaf ist wichtig. Zu wenig Schlaf ist ungesund, und drückt die Stimmung, denn man ist anfälliger für deprimierte Stimmungen, wenn man chronisch unausgeschlafen ist.
Schlafmangel ist eine verbreitete Zivilisationskrankheit. Was tun, wenn beim Einschlafen der Kopf voll ist und die Gedanken rattern? Einen interessanten Tipp liefert eine Infografik zum Schlafverhalten: “Paradoxe Intention”. Man soll versuchen, so gut wie man kann, nicht einzuschlafen, während man mit geschlossenen Augen im Bett liegt. Angeblich ein sicheres Rezept. Ob es funktioniert, und ob diese Übung sinnvoll ist, müsste man vielleicht mal ausprobieren, sofern man das freiwillig tun kann.

Warum behandeln wir Deutsche unsere sozialen Fähigkeiten so stiefmütterlich?

August 28th, 2010

2007 hat die UNICEF eine Studie über Kinderarmut in reichen Ländern veröffentlicht. Bemerkenswert an der Studie ist, dass nicht nur ökonomische, sondern auch Indikatoren wie Gesundheit, Bildung und Familie aufgenommen wurden. Und erstaunlich ist, dass Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt unter den 21 Großen bei der Kinderamut nur den 11. Rang einnimmt. Die Indikatoren, bei denen Deutschland in der Kinderarmutsstudie am schlechtesten abschneidet, sind “Materieller Wohlstand” und “Familie und Freunde” mit jeweils dem 13. Rang.

Warum ist in Deutschland die sozialpsychologische Dimension “Familie und Freunde” so schlecht entwickelt? Eine Einzelfrage aus der Studie liefert ein erschreckendes Bild: Der Anteil der 15jährigen, die mehrmals in der Woche Zeit mit ihren Eltern verbringen “nur um zu reden”, ist in Deutschland im Vergleich zu 25 untersuchten OECD-Nationen am geringsten!

Wir Deutschen sind nicht gut genug in den “soften” sozialen Skills, in der Fähigkeit, miteinander zu reden, uns gegenseitig Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken und unsere Kinder emotional zu stärken. Und ganz offensichtlich fehlt auch uns deutschen Erwachsenen diese sozialpsychologische Sicherheit, die die soziale Interaktion schöner und erfolgreicher macht.
Es kann – in der Politik, in der Bildung, in der Wirtschaft, in allen alltagsrelevanten Kontexten – also nicht nur darum gehen, den ökonomischen Wohlstand zu sichern und materielle Armut abzubauen, wir müssen auch mehr für das soziale, psychologische Wohlbefinden der Menschen tun. Es kann keine Rede davon sein, utopische Luftschlösser vom Kuschelparadies zu etablieren, sondern es sind die grundlegendsten sozialen, kommunikativen, psychologischen Fähigkeiten und Bedürfnisse, bei denen wir Lernbedarf haben.

Quelle: UNICEF, 2007, An overview of child well-being in rich countries. A comprehensive assessment of the lives and well-being of children and adolescents in the economically advanced nations

Die Deutschen sind nur mittelmäßig glücklich

August 3rd, 2010

In der wissenschaftlichen Metastudie (das ist eine Studie, die Daten mehrerer anderen Studien heranzieht) “Satisfaction with Life Index” wurde die erste “Glückskarte der Welt” erstellt. Sie stellt die subjektive Lebenszufriedenheit in den verschiedenen Nationen dar.

Deutschland liegt in diesem Vergleich im vorderen Mittelfeld, auf Platz 35. USA (Platz 23), Niederlande (Platz 15), Bhutan (Platz 8), Schweden (Platz 7) und allen voran die “glücklichste Nation” – Dänemark – haben zufriedenere Einwohner. Gemessen am Wohlstand im internationalen Vergleich würde man vielleicht eine bessere Platzierung der Deutschen erwarten. Offenbar gibt es aber andere Faktoren als Wohlstand, die auch für die subjektive Lebenszufriedenheit von großer Bedeutung sind. Wichtige Einflussgrößen sind Gesundheit und Bildung, und bei Gesundheit sollte man nicht zuletzt an psychische Gesundheit denken. In Umfragen in verschiedenen Industrienationen zeigt sich, dass Befragte von der Politik erwarten, dass sie die Menschen glücklicher statt immer nur wohlhabender macht. Materielle Sicherheit ist wichtig für Zufriedenheit, aber die anderen Aspekte eines erfüllten, glücklichen Lebens dürfen dabei nicht unter die Räder geraten.

1

Medizinische Informationen im Internet – Beispiel Mayo Klinik

June 18th, 2010

Eine der großartigen Leistungen des Internet ist es, Informationen über gesundheitliche Aspekte allgemein verfügbar zu machen. Das ist eine große Hilfe, bei kleinen Zipperlein wie auch bei schwereren Erkrankungen, wenn man nicht immer den Arzt konsultieren kann und das dringende Bedürfnisse verspürt, besser informiert zu sein.
Allerdings kennt man auch die Warnungen über unseriöse medizinische Informationen im Internet, die zweifellos ihre Berrechtigung haben. Deshalb ist es notwendig, sorgfältig zu recherchieren und die Information abzuwägen.

Um so erfreulicher ist es, wenn anerkannte medizinische Institutionen im Internet umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung stellen, wie es beispielsweise die Mayo Clinic in den USA tut. Bei der Suche nach den überprüften Wirkungen eines Nahrungsergänzungsmittels bin ich nämlich auf deren Datenbank zu Arzneimitteln und Ergänzungsmitteln gestoßen – auf Englisch Drugs and Supplements, die mir prompt die Antwort auf meine Frage lieferte.